Erneuerung Domäne Kloster Kappel

Im Jahr 2011 hat der Verein Kloster Kappel das «Generationenprojekt» Erneuerung Domäne Kloster Kappel angestossen. Verschiedene Renovationen, Umnutzungen, Ersatz- und Neubauten sollen unter Berücksichtigung der historischen Bedeutung den einzigartigen Charakter des Klosters stärken. Namentlich die beiden Gebäude Schlosserei und Schreinerei müssen totalsaniert und den neuesten Vorschriften bezüglich Wärmedämmung und Brandschutz angepasst werden. Die beiden Teilprojekte «Terrasse und Klostergärten» sowie «Erneuerung der Landwirtschaft» sind bereits umgesetzt. Seit Ende 2019 liegt auch für das Hauptprojekt eine rechtskräftige Baubewilligung vor. Sobald der Zürcher Regierungsrat und danach der Kantonsrat über den notwendigen Beitrag des Lotteriefonds entschieden haben, kann die Ausführungsplanung starten. Der Baubeginn erfolgt voraussichtlich Ende 2022.

Heutige Situation: unübersichtlich, einem Klosterareal nicht angemessen

Das national geschützte Kloster Kappel blickt auf über 800 Jahre Geschichte zurück und zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des Kantons Zürich. Über die vergangenen Jahrhunderte wurde die Klosterdomäne immer wieder neu genutzt. Entstanden ist ein unübersichtliches Ensemble an Bauten, Zugängen und Parkplätzen. Die Besucher finden sich auf dem Areal des ehemaligen Klosters nicht ohne Weiteres zurecht. Die Suche nach freien Parkplätzen verursacht unnötigen Verkehr. Das ist störend für einen Ort der Ruhe und Gastlichkeit. Kurz: Dem Areal fehlt es an Klarheit und Struktur. Im heutigen Zustand werden die Park- und Eingangssituation diesem einzigartigen Ort nicht gerecht.

Mit Blick auf das grosse Ganze in die Zukunft

Im Jahr 2011 hat der Verein Kloster Kappel deshalb die Erneuerung der Domäne Kloster Kappel initiiert. Ziel ist es, unter Berücksichtigung des Denkmal- und Ortsbildschutzes den einzigartigen Charakter des Klosters zu stärken, sodass es künftigen Besucherinnen und Besuchern noch mehr Freude bereitet. Die Bauarbeiten sind Teil eines übergeordneten Masterplans, der die Vergangenheit des Klosters ehrt, erlebbar macht und seine Funktion als Ort der Ruhe und Spiritualität stärkt. Der Masterplan basiert auf einem vom Lotteriefonds des Kantons Zürich unterstützten, öffentlichen Wettbewerbsverfahren, welches 2013 von der Planergemeinschaft Atelier Kempe Thill, Rotterdam und bbz Landschaftsarchitekten, Bern gewonnen wurde.

Park- und Zugangssituation vorher
Park- und Zugangssituation nachher

Ziele der Erneuerung: Historisches Erbe für die Zukunft erhalten

Die Erneuerung und Weiterentwicklung der Klosterdomäne ist anspruchsvoll, das haben die intensiven Diskussionen der vergangenen Jahre gezeigt. Genau deshalb ist der Masterplan sinnvoll. Er bringt die vielfältigen Ansprüche von Eigentümer, Kirche, Denkmalpflege, Öffentlichkeit sowie der jährlich rund 40’000 Besucherinnen und Besucher unter einen Hut. Konkret verfolgt der Verein Kloster Kappel damit folgende Ziele:

  • Gesamterlebnis optimieren

    Klare Strukturen verbessern die Besucherführung und die Attraktivität – das Klosterareal wird noch mehr als Einheit sowie als Oase der Ruhe und Entschleunigung wahrgenommen.

  • Historisches Erbe für die Zukunft erhalten

    Die jahrhundertealte Geschichte soll in ihrer Vielfalt erlebbar sein – die Ergänzung der barocken Klostermauer ist ein wichtiges Element für die räumliche Strukturierung.

  • Wirtschaftliche Basis stärken

    Dank Sanierungen und Umnutzungen steigt die Attraktivität der Liegenschaften. Mit den zusätzlichen Mieteinnahmen soll der Unterhalt für die Domäne langfristig aus eigener Kraft gedeckt werden können.

Abgesehen von der einmaligen Investition in die «grosse» Erneuerung ist also keine weitere Unterstützung durch den Kanton Zürich notwendig. Er ist aber weiterhin für den Unterhalt der Klosterkirche zuständig.

Zeitplan der Erneuerung

  • 2011

    Start Erneuerung Domäne Kloster Kappel

  • 2012

    Architekturwettbewerb zur Neugestaltung des Areals

  • 2013

    Ausstellung der sechs eingereichten Projekte in Kappel

  • 2014 – 2016

    Start Entwicklung Masterplan auf Grundlage des Siegerprojekts (Planungsgemeinschaft AKT Atelier Kempe Thill, Rotterdam und bbz landschaftsarchitekten, Bern)

  • 2017

    Kirchensynode bewilligt Teilprojekt «Gärten und Terrasse»
    Die Delegierten des Vereins Kloster Kappel bewilligen Masterplan
    Eingabe Planungskredit Masterplan bis Baueingabe

  • 2018

    Bau Teilprojekt «Neuordnung Landwirtschaft» mit Umbau Milch- und Neubau Jungviehstall
    Bau Teilprojekt «Gärten und Terrasse». Ein Kräuter- und Ziergarten, ein «pro specie rara»- Schaugarten sowie eine neue Gartenterrasse.

  • 2019

    Eingabe Hauptgesuch an Lotteriefonds

    Baubewilligung für Hauptprojekt «Erneuerung Domäne Kloster Kappel» liegt vor

  • 2020

    Baurekursgericht lehnt zwei Einsprachen gegen Baubewilligung ab bzw. erklärt sie als nicht legitimiert

  • 2020 - 2021

    Regierungsrat und Kantonsrat entscheiden über den Beitrag des Lotteriefonds an das Erneuerungsprojekt

  • 2022

    Ausführungsplanung und Baubeginn

  • 2023 - 2027

    Umsetzung Hauptprojekt in Etappen

Masterplan: So wird die Domäne Kloster Kappel erneuert

  • 1   Zentraler Parkplatz – weitgehend autofreie Innenzone

    Verschiedene Parkzonen zwingen Automobilisten heute dazu, im Areal herumzufahren, bis sie einen freien Parkplatz finden. Motorisierter Verkehr ist jedoch auf einem Klosterareal als Oase der Ruhe fehl am Platz. Neu befinden sich alle Parkplätze direkt beim Eingang: Über den unterirdischen Parkplätzen für die Mieterinnen und Mieter entsteht eine zentrale Parkzone mit derselben Anzahl Parkplätze für Besucher wie bisher.

  • 2   Offener Zugang

    Die Erschliessung des Areals ist heute ein Flickwerk; viele Besucher finden sich auf dem Areal nicht auf Anhieb zurecht. Zwei offene Zugänge schaffen Klarheit und machen deutlich, wo es hinein- und hinausgeht.

  • 3   Neue Wohnungen beleben das Areal

    Das alte Magazingebäude wird durch ein Wohnhaus ersetzt. Weitere Wohnungen entstehen im heutigen Schreinereigebäude. Die zusätzlichen Mieteinnahmen stärken die wirtschaftliche Basis der Domäne und erlauben es, die kostspieligen Unterhaltsarbeiten selbst zu finanzieren.

  • 4   Neuordnung der Landwirtschaft (abgeschlossen)

    Der Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaftet und pflegt die 50 Hektaren Land und Wald, die das Klosterareal umgeben. Er ist somit ein wichtiger Teil der Domäne und seiner geschützten Umgebung. Der ehemalige Milchviehstall war in die Jahre gekommen und wurde deshalb 2019 gemäss den geltenden Tierschutzbestimmungen umgebaut. Zudem ist westlich davon zuvor ein neuer Jungvieh-Stall entstanden. Die Tierhaltung und das Innere des Klosterareals sind seither klar voneinander getrennt.

  • 5   Qualität im Innern erhöhen

    Die wiederhergestellte barocke Mauer (östlicher und nördlicher Teil) gliedern die Anlage in ein natürliches Innen und Aussen. Mit einer Höhe von 180 Zentimetern – etwa gleich hoch wie viele Gartenhecken – sorgt sie für eine optische und akustische Grenze, ohne abschottend zu wirken. Anstelle des heutigen Schulhaus-Parkplatzes entsteht eine neue Grünfläche. Das Klosterareal lädt so noch mehr zum Verweilen ein.

  • 6   Gartenterrasse: Genuss im Freien (abgeschlossen)

    Ein Bijou ist sie geworden, die im Sommer 2018 sanierte Gartenterrasse. Sie befindet sich auf dem Flachdach über der Hotelküche, das ebenfalls erneuert wurde. Der neue Aussenraum mit 80 Sitzplätzen entsprach einem langgehegten Wunsch vieler Gäste und wurde von der Landeskirche finanziert.

  • 7    Klösterliche Gartenkultur (abgeschlossen)

    Mittelalterliche Klöster versorgten sich selbst. Dies ist seit der 2018 umgesetzten Rückverlegung der Gärten ins Innere der Klosterdomäne wieder erlebbar. Das Seminarhotel bietet regelmässige Führungen an. Die Schaugarten mit gefährdeten Kulturpflanzen und einem Kräutergarten sind eine Augenweide im Sommerhalbjahr. Die neue Wiese südlich der Mauer ermöglicht zudem die ungestörte Sicht auf das Klosterareal und fügt die Domäne harmonisch in die Landschaft ein.

    Der neue Schaugarten des Klosters versammelt gefährdete Kulturpflanzens sowie einen Kräutergarten.

  • 8   Revitalisierung des Baches

    Der nördliche Zufluss zum Klosterweiher ist heute eingedolt und somit unsichtbar. Mit der vorgesehenen Öffnung und Renaturierung wird der ursprüngliche Bachlauf wieder erlebbar, wodurch der Aussenraum zwischen Mauer und Weiher aufgewertet wird. Die für die Bach-Renaturierung zu erwartenden Kosten sind eingerechnet; das Bewilligungsverfahren mit neuer Gewässerraum-Festlegung und detailliertem Bach-Projekt erfolgt separat.

  • 9   Stärkung der Nachhaltigkeit

    Regionale, erneuerbare Energie wird seit rund 30 Jahren zum Heizen genutzt, und zwar mit einer Holzschnitzel- sowie einer Biogasanlage, die im Jahre 2013 im Sinne der klösterlichen Selbstversorgung umfassend erneuert und erweitert wurde. Im Rahmen des Erneuerungsprojekts werden zwei zusätzliche Gebäude (Postscheune und Neubau Spicher) an den Fernwärmeverbund der Domäne angeschlossen. Auf dem Süddach des Spichers ist zudem eine dachintegrierte Fotovoltaikanlage geplant, die rund 20 Prozent des Strombedarfs abdecken wird (ohne Hotelbetrieb). Die vorgesehen Neu- und Anbauten werden so weit als möglich mit einheimischem Holz erstellt und energetisch optimiert, um den Heizenergie-Bedarf zu reduzieren. Zur Philosophie der Nachhaltigkeit gehören auch die Biodiversität (Kloster- und Schaugarten) sowie die biologisch ausgerichtete Landwirtschaft.

Finanzierung

Die Gesamtosten für die Erneuerung belaufen sich auf knapp 22 Mio Franken – eine hohe Somme, die der Verein Kloster Kappel nicht alleine aufbringen kann. Die Kirchgemeinden des Knonauer Amts und die Landeskirche sind als Eigentümer der Domäne nicht in der Lage, ein solches Generationenprojekt zu finanzieren. Da es sich bei der Domäne um ein Baudenkmal von hoher Bedeutung handelt, besteht die Möglichkeit einer Mitfinanzierung durch den Lotteriefonds des Kantons Zürichs für den gemeinnützigen Teil des Projekts. Diese ist an Auflagen geknüpft, wie die öffentliche Ausschreibung und den Architekturwettbewerb, der 2013 durchgeführt wurde.

 

Kostenbeteiligung des Kantons sichert langfristiges Engagement

Der Kantonsrat befindet voraussichtlich 2021 über die Kostenbeteiligung von knapp 12 Mio Franken an der Umsetzung des Masterplanes Erneuerung Domäne Kloster Kappel. Mit dem einmaligen Finanzierungsbeitrag des Lotteriefonds kann das kontinuierliche Engagement der Ämtler Kirchgemeinden sowie der Evangelisch-reformierten Landeskirche langfristig gesichert werden – eine nachhaltige Investition zur Erhaltung eines aussergewöhnlichen und rege besuchten und genutzten kulturellen Erbes.

 

Geplante Kostenbeteiligungen am Erneuerungsprojekt (in Mio. CHF, Stand Sommer 2019)

Betrag
(Mio. CHF)
Beschriftung
2,94 Evangelisch-reformierte Landeskirche
4,51 Verein Kloster Kappel
1,40 Pächter Bauernhof (im Baurecht)
0,63 Diverse Stiftungen
0,48 Lotteriefonds, Stufe 1 (Bauprojekt)
11,87 Lotteriefonds, Stufe 2 (Realisierung Hauptprojekt)
21,83 Gesamtkosten Erneuerung Domäne Kloster Kappel

Anmerkung: Die Kosten für den Architekturwettbewerb und die Erarbeitung des Masterplans sind in diesen Beträgen nicht enthalten. Diese initiale Projektphase wurde vom Lotteriefonds sowie einer Stiftung separat mit 0,5 bzw. 0,2 Mio. CHF unterstützt. Ebenfalls nicht enthalten sind die Eigenleistungen des Vereinsvorstandes im Gesamtumfang von insgesamt 0,6 Mio. Franken.

FAQ

Was hat die Bevölkerung im Knonauer Amt von diesem Projekt

Die Bevölkerung im Knonauer Amt profitiert auf vielfältige Weise von der erneuerten Klosterdomäne. Zum Ersten ist das Kloster Kappel ein sehr beliebter Ort für Taufe, Konfirmation, Hochzeit und Konzerte. Durch die Aufwertung im Innern wird die Qualität für derartige Feiern weiter erhöht. Zweitens besteht mit dem Ziergarten und der neuen Gartenterrasse ab sofort ein wunderbarer Rahmen nicht nur für weitere sommerliche Veranstaltungen, sondern auch für Tagesausflügler aus der Region, die sich im Kloster ausruhen und erfrischen möchten. Drittens wird mit der neuen grünen Oase im Innern ein Ort der Ruhe und Besinnung geschaffen, den es so noch nicht gegeben hat im Knonauer Amt. Und viertes entsteht mit den neuen Mietwohnungen eine hochwertige Wohngelegenheit mitten in einem einzigartigen kulturhistorischen Ensemble.

Weshalb bezahlt die Kirche das Erneuerungsprojekt nicht selbst?

Mitglieder des Vereins Kloster Kappel, dem die Domäne mehrheitlich gehört, sind die 13 Kirchgemeinden des Bezirks Affoltern und die Landeskirche. Diese beteiligen sich zwar an den Kosten für die Erneuerung, sind aber bei weitem nicht in der Lage, die erforderlichen 22 Millionen Franken alleine aufzubringen.

 

Dasselbe gilt für die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich. Sie hat drei Millionen Franken in die bereits umgesetzten Teilprojekte Gartenterrasse und Klösterliche Gartenkultur investiert und ist nicht in der Lage noch mehr zu finanzieren. Abgesehen davon hat die Evangelisch-reformierte Landeskirche in den letzten Jahrzenten namhafte Investitionen in die von Ihr gemieteten, der Öffentlichkeit zugänglichen, historischen Klostergebäude getätigt und sorgt als langfristige Mieterin des Seminarhotels und Bildungshauses für den fachgerechten Unterhalt dieser Gebäude.

Die Wiederherstellung der barocken Mauer wurde verschiedentlich kritisiert. Warum ist sie notwendig?

Kritik an der Wiederherstellung der barocken Klostermauer wurde hauptsächlich aus lokalen Kreisen geäussert. Die landeskirchliche Volksinitiative «Wir wollen keine neue Klostermauer» argumentierte, dass sich die Klosterdomäne mit einer neuen «Wehrmauer» von der Aussenwelt abschotten wolle, was nicht zum offenen Geist der reformierten Kirche passe. Zudem wurde der ganze Masterplan als übertrieben dargestellt. Mangels ausreichender Unterschriften kam die kirchliche Initiative jedoch nicht zustande.

 

Von einer Abschottung der Klosteranlage kann keine Rede sein. Die Wiederherstellung der Mauer ist ein wohlüberlegtes Kernelement des Siegerprojekts «Intra Muros, extra Muros» aus dem internationalen Architekturwettbewerb und dient einem ganz anderen Zweck. Die Jury urteilte wie folgt:

 

Der Entwurf basiert auf einer sehr sorgfältigen Analyse der Baugeschichte des Klosters Kappel. Die Architekten entscheiden sich für eine Rekonstruktion der im Verlaufe der Jahrhunderte immer wieder umgestalteten Klostermauern auf die Umfassungsmauern aus dem 18. Jahrhundert und erhalten dadurch ein strukturgebendes und städtebauliches Element als Ausgangslage für ihre weiteren Entwurfsschritte. Mit Hilfe dieser Mauern wird die bestehende Anlage auf einfache Weise in zwei Gruppen gegliedert: in jene Bauten innerhalb der Mauern einerseits und jene Bauten ausserhalb der Mauern andererseits oder eben in INTRA MUROS – EXTRA MUROS

 

Konkret besteht die Hauptfunktion der ergänzenden Mauer darin, auf dem heute unübersichtlichen Klosterareal Ordnung und Struktur wiederherzustellen: So sollen etwa die Tierhaltung oder die Besucherparkplätze neu ausserhalb des Klosterareals angesiedelt werden. Die angepasste Tierhaltung ist eine Notwendigkeit und entspricht der aktuellen Gesetzgebung. Der heutige Parkplatz-Suchverkehr innerhalb des Areals ist unpassend und wird dem einzigartigen Ort nicht gerecht. Schliesslich soll ein Kloster eine Oase der Ruhe, Spiritualität und Gastfreundschaft sein – Lärm, Abgase und Autos haben hier nichts verloren. Auch die Zugangssituation für die rund 40’000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr wird durch die Mauer klarer und einfacher.
Zudem ermöglicht die neue Mauer im Nordosten der Domäne (zwischen altem Schulhaus und Haus am See) die Schaffung einer attraktiven neuen Grünfläche, die dem klösterlichen Gedanken der Besinnung entspricht. Diese Fläche wird heute teilweise als Parkplatz genutzt und ist damit der unattraktivste Teil des gesamten Areals.

 

Die ergänzende Mauer wird rund 180 Zentimeter hoch und ist damit nicht höher als unzählige Gartenhecken in der Umgebung. Ein Kloster ist jedoch kein Einfamilienhaus, deshalb wurde eine mit Spalier bepflanzte Mauer aus Stampfbeton gewählt, nicht etwa eine «grüne» Abgrenzung.

So sieht die geplante Stampfbetonmauer aus, die den Parkplatz vom Klosterareal abgrenzen wird.

Wieso erstellt der Verein Kloster Kappel einen Neubau mit Mietwohnungen?

Der Verein Kloster Kappel hat sich als Eigentümer der Domäne zum Ziel gesetzt, ohne dauernde finanzielle Unterstützung des Kantons bestehen zu können. Eine Ausnahme bilden einmalige Investitionen wie das vorliegende Erneuerungsprojekt.

 

Um das Ziel der langfristigen Eigenwirtschaftlichkeit sicherzustellen, sind zusätzliche Mieteinnahmen nötig, denn die Unterhaltskosten für die historische Bausubstanz auf der Domäne wird auch in Zukunft viele Mittel benötigen.